Oktober 30, 2017

Die Schönheit im Herbst

Mit dem Herbst neigt sich die Freiluftsaison dem Ende zu. Jetzt stehen bei der Gartenarbeit wichtige Handgriffe an, um den Pflanzen die nötige Pflege zu geben und den Außenbereich winterfest zu machen. Mit der Herbstpflege legen Hobbygärtner bereits den Grundstein für eine erfolgreiche Gartensaison im kommenden Jahr. Wenn der Herbst beginnt, gilt es, Rosen, Stauden und Laubhecken zu beschneiden und Rasen sowie Beete fit zu machen, bevor der erste Frost kommt. Außerdem ist der Herbst die richtige Jahreszeit für die Apfelernte. Auch Beeren, wie Holunder oder Hagebutten warten darauf, gepflückt zu werden. Zudem werden jetzt neue Apfelbäume und Herbstblumen im Garten gepflanzt.

Bereits im Spätsommer beginnen die Bäume mit den Vorbereitungen auf den Winter: Sie entziehen dem Blattwerk wichtige Nährstoffe und speichern diese für das nächste Jahr. Dies führt zu einer geringer werdenden Konzentration des Chlorophylls, das den Blättern ihre grüne Farbe verleiht. Der Verlust der Nährstoffe führt zu einem Abbauprozess, bei dem andere Farbstoffe entstehen oder dominanter in Erscheinung treten und dem Laub seine besondere Herbstfärbung geben. Am Ende dieses Prozesses verkorkt der Stielansatz am Ast, sodass die Nährstoffversorgung endgültig endet und die Blätter zu Boden fallen.

Info: Zusätzlich verhindert die Korkschicht, dass Krankheitserreger und Schädlinge in den Baum dringen.

Im Herbst tragen die heimischen Bäume ein farbenfrohes Blätterdach, bevor das Laub zu Boden fällt und sie sich auf die kalte Jahreszeit vorbereiten. Was auf der einen Seite ein prächtiger Anblick ist, bedeutet für Gartenbesitzer eine Menge Arbeit. Denn die abgeworfenen Blätter müssen weggeräumt und kompostiert werden. Aber warum fällt bei uns das Laub von den Bäumen? Der Grund sind die frostigen Temperaturen von Herbstende bis in das Frühjahr. Große, alte Laubbäume verdunsten über das Blätterwerk mehrere hundert Liter Wasser am Tag, was sie durch eine stetige Wasser- und Nährstoffaufnahme über die Wurzeln aus dem Boden ausgleichen. Die Verdunstung erfolgt über Spaltöffnungen in den Blättern, die in Zusammenspiel mit dem Wurzeldruck für den notwendigen Sog sorgen. – Ein Prozess, der als Transpirationspumpe bezeichnet wird. Bei Frost können die Bäume keine Flüssigkeit aufnehmen, verdunsten aber weiterhin Wasser über ihre Blätter. Als Schutz vor dem Verdursten werfen sie das Laub ab.

 

Der Laubabwurf erfolgt bei den Bäumen im Laufe des Herbstes. Daher sollten Gartenbesitzer mit dem Laubharken im Garten bis zum Einsetzen des ersten Frostes warten. Auf Gehwegen, Plätzen oder in Einfahrten sollte herabgefallenes Laub jedoch regelmäßig entfernt werden, um einer Rutschgefahr vorzubeugen. Wem die Arbeit mit Harke und Schaufel zu mühsam ist, der greift zum Laubsauger. Für Bereiche, in denen Kies verlegt ist, kommt die Blasfunktion des Gerätes zum Einsatz. So wird das Laub von dem Kies auf eine gepflasterte oder Rasenfläche geblasen und kann dort aufgesaugt werden.

Auf dem Rasen sollte das Laub vor dem Wintereinbruch vollständig entfernt werden, sonst staut sich die Nässe unter ihm der Rasen weist faule, gelbliche Stellen auf. Auf Gemüsebeeten, unter Sträuchern sowie um den Stamm von Obstbäumen herum bleibt es als ausgezeichneter Dünger liegen. Gleichzeitig bildet es eine isolierende Schicht und schützt im Winter die Wurzeln der Pflanzen. Außerdem dient es als Unterschlupf für Nützlinge, zum Beispiel Igeln und Regenwürmer. Letztere belüften den Boden und lockern ihn auf. Diese Gartenarbeiten sollten spätestens vor dem ersten Frost durchgeführt werden, wenn Sie den Garten winterfest machen. Ein Laubsauger saugt die Blätter auf und fängt sie in einem Beutel auf. Manche Modelle besitzen zudem einen eingebauten Mini-Häcksler, der sie zerkleinert, sodass sie weniger Platz im Beutel einnehmen. Die meisten Laubsauger saugen die Blätter im Ganzen ein, sodass der Beutel regelmäßig auf dem Kompost entleert werden muss. Auf dem Rasen dagegen lässt sich das Herbstlaub mit einem Rasenmäher auf der höchsten Mähstufe einsammeln. Die gemähten Blätter werden im Grasfangkorb aufgefangen, dessen Inhalt anschließend kompostiert wird.

Wer die Blätter nach der klassischen Methode mit einer Harke zusammenkehrt, sollte in der Nähe ein großes Auffangbehältnis aufstellen, um sich das anstrengende Schleppen des Laubes zur Bio-Mülltonne oder dem Komposthaufen zu ersparen. Dafür sind reißfeste, große Abfallsäcke erhältlich, in denen das Laub während der Gartenarbeit gesammelt wird. Danach lässt es sich häckseln oder biologisch verwerten. Sperrige Pflanzenbestandteile, wie Äste, Ranken oder andere Pflanzenreste, können in einem Walzenhäcksler zerkleinert werden. Nach dem Zerkleinern kann der entstandene Abfall ebenfalls auf den Kompost gebracht oder als isolierende Schicht auf Blumenbeete und unter Sträucher gegeben werden.

Mit den milden Temperaturen im Frühling treiben die Bäume aus und bilden neue Blätter und schließlich Knospen. Erst dann ziehen sie über die Wurzeln wieder Nährstoffe sowie Wasser und versorgen die neuen Triebe, bevor das Laub im Herbst erneut abgeworfen wird. Jetzt bist du bestens vorbereitet auf den kommenden Winter. Bis zum nächsten Mal…

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